Kurs: EchoVisum Grundkurs Echokardiographie

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B-Bild

Zunächst gab es nur die "eindimensionale" M-Mode-Information. Sie hat auch heute noch wichtige Anwendungsbereiche. Daraus entwickelte sich die 2D-Ultraschalltechnik oder B-Bild-Darstellung. Die Güte dieser B-Bilder kann anhand einiger entscheidender Parameter beurteilt werden. Um Fehlinterpretationen des B-Bildes zu vermeiden, müssen die B-Bildartefakte erkannt werden.

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Die "eindimensionale" M-Mode-Information, links, und die 2D-Ultraschalltechnik oder B-Bild-Darstellung, rechts.

Das B-Bild dient der Darstellung der Organanatomie und Gewebestrukturen in Grauwerten. Die dabei gewonnene diagnostische Information wird erweitert durch die überlagerte farbkodierte Darstellung des Blutflusses im Gefäßsystem mit Hilfe von Farbdoppler oder Power Doppler. Soweit dies die Differenzierung anatomischer Details (z.B. Zyste vs. Gefäß) oder von Gewebsarten (z.B. Tumordiagnostik) unterstützt, ist die Farbdoppler- und Power Doppler-Darstellung vom B-Bild nicht mehr streng zu trennen.

Das Bild kann in unterschiedlicher Form dargestellt werden: als Linear- oder als Sektorbild. Es werden unterschiedliche Schallköpfe verwendet, die das Bild entweder mechanisch oder elektronisch erfassen. Ein Ultraschallbild wird prinzipiell von einem einzigen Schallstrahl aufgebaut. Dieser wird über den untersuchten Bereich geschwenkt. Dazu gehören zunächst ein Sender und ein Empfänger für Ultraschallwellen, der "Schallkopf".

Aus der Laufzeit des Ultraschall-Signals kann die Entfernung der dargestellten Strukturen vom Sender gemessen oder - als Bildinformation - dargestellt werden. Die Qualität des B-Bildes ist für die diagnostische Aussagekraft der Sonographie von entscheidender Bedeutung. Kriterien hierfür sind die Güte und Homogenität von Orts- und Kontrastauflösung im Bild, das Bildformat und die Bildfrequenz.