Kurs: EchoVisum Echokardiographie-Vorbereitungskurs

Inhalt / Fortschritt

Vergleich Röntgen/Ultraschall

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Die Sonographie als bildgebendes Verfahren hat inzwischen eine mehr als 60-jährige Entwicklung in Technologie und Anwendung durchlaufen. Obwohl ihre Anfänge länger zurückliegen als die anderer Modalitäten wie Computertomographie und Magnetresonanz, hat der Ultraschall sich eine ungebrochene Innovationskraft erhalten, die in den zurückliegenden Jahren nicht nur eine generelle Leistungssteigerung zur Folge hatte. Auch die Breite der Einsatzmöglichkeiten wurde wesentlich erweitert, sodass die Sonographie jetzt in fast allen klinischen Fachbereichen etabliert ist. Der Ultraschallstrahl erschließt uns wichtige Informationen mit dem B-Bild über die Morphologie und Funktion des Herzens und des Gefäßsystems, mit dem Doppler-Spektrum sowie dem Farbdoppler über die Hämodynamik.

Die Röntgenstrahlung wirft das Schattenbild des gesamten mit Kontrastmittel angefärbten Kreislaufabschnittes auf eine oder auf zwei Projektionsflächen. Zur Darstellung ist daher eine ionisierende Röntgenstrahlung und die Injektion von Röntgen-Kontrastmittel über einen Katheter erforderlich.

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Angiographie

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Ultraschall

Vergleich Angiographie und Echokardiographie:
Mit dem Ultraschall läßt sich das Herz ohne ionisierende Strahlung und meist auch ohne Kontrastmittel darstellen. Dafür wird aber nur eine einzelne Schnittebene erfaßt. Das Ultraschallbild enthält keine Information über Strukturen außerhalb dieser Schnittebene. Das Ultraschallverfahren ist dementsprechend keine Projektions- oder Silhouettenmethode, sondern ein Schnittbildverfahren. Die diagnostische Fragestellung bestimmt die erforderlichen Bildeigenschaften und damit die Wahl des Verfahrens, Wahl des Ultraschall- oder Röntgenverfahrens. Die Möglichkeiten und Grenzen der Ultraschallverfahren sind am besten anhand des Vergleiches mit der Angiokardiographie zu erkennen. Die Ultraschall- und die Röntgenabbildung verwenden unterschiedliche Prinzipien, wodurch sich Unterschiede in der Bildgebung und Unterschiede in der Invasivität ergeben. Die Eigenschaften von Ultraschall- und Röntgenaufnahmen bestimmen die Leistungsfähigkeit und die Grenzen der Verfahren und damit die Indikationen für den klinischen Einsatz.

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