Ein Beispiel der Berechnung des HZV aus dem Aortenausfluß: Berechnung des Schlagvolumens aus dem Geschwindigkeitszeitintegral (velocity time integral = VTI, apikale Anschallung, apikal lange Achse) und der Querschnittsfläche des aortalen Ausstroms (parasternal lange Achse).
Kurs: EchoVisum Grundkurs Echokardiographie
Inhalt / Fortschritt
Schlagvolumen / Herz-Zeit-Volumen
Der Diameter zur Flächenberechnung wird bei der Berechnung des Schlagvolumens (SV) aus dem Aortenausfluß im linksventrikulären Ausflusstrakt unterhalb der Klappenebene, bei der Berechnung des SV aus dem Mitralisfluß in Höhe des Mitralrings nach der leading-edge-Methode bestimmt. Das Flußgeschwindigkeitsintegral erhält man durch Planimetrie des Geschwindigkeitsspektrums. Das Herzzeitvolumen errechnet sich dann aus dem Produkt aus Schlagvolumen und Herzfrequenz: HZV (l/min) = SV (ml) x HF (1/min)

Zur Ermittlung des HZV über den Pulmonalisfluß wird der Diameter der Pulmonalarterie in der subkostalen Einstellung gemessen, daraus die Querschnittsfläche errechnet und mit dem Flußgeschwindigkeitsintegral des Pulmonalisflusses multipliziert. Da der venöse Rückfluß atemabhängigen Schwankungen unterliegt, können erhebliche Unterschiede zwischen den errechneten Herzzeitvolumina der systemischen und pulmonalen Zirkulation auftreten, so daß Durchschnittswerte aus 3 bis 5 Messungen, insbesondere bei Untersuchung rechtskardialer Klappen, verwendet werden sollten.
Simultane Messungen des HZV mittels Thermodilution und nach dem Doppler-Verfahren haben eine gute Übereinstimmung beider Methoden erkennen lassen. Allerdings sollte auf mögliche Fehlerquellen der Doppler-Methode hingewiesen werden.